4. Januar 2012

[Rezension] Das Labyrinth der Träumenden Bücher



Enttäuscht und etwas verärgertbleibe ich nun zurück, nachdem ich das Buch vor einigen Stunden zu Ende gelesen habe.
Über dieses Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe und auch hohe Erwartungen hatte, kann ich recht viel Negatives berichten.

Aber gut, erstmal um was es geht und was Positiv war:

"Hildegunst von Mythenmetz kehrt zurück in die »Stadt der Träumenden Bücher« Über zweihundert Jahre ist es her, seit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, von einem verheerenden Feuersturm zerstört worden ist. Der Augenzeuge dieser Katastrophe, Hildegunst von Mythenmetz, ist inzwischen zum größten Schriftsteller Zamoniens avanciert und erholt sich auf der Lindwurmfeste von seinem monumentalen Erfolg. Er gefällt sich im täglichen Belobhudeltwerden, als ihn eine verstörende Botschaft erreicht, die seinem Dasein endlich wieder einen Sinn gibt. Verlockt durch einen rätselhaften Brief kehrt Hildegunst von Mythenmetz nach Buchhaim zurück. Die prächtig wiederaufgebaute Stadt ist erneut zur pulsierenden Metropole der Literatur und zum Mekka des Buchhandels geworden und wird durchströmt von Buchverrückten aller Art. Dem Rätsel auf der Spur gerät Mythenmetz, kaum hat er die Stadt betreten, in ihren abenteuerlichen Sog. Er begegnet alten Freunden wie der Schreckse Inazea Anazazi, den Buchlingen Ojahnn Golgo van Fontheweg, Dölerich Hirnfidler und Gofid Letterkerl, dem Eydeeten Hachmed Ben Kibitzer, aber auch neuen Bewohnern, Phänomenen und Wundern der Stadt, wie den mysteriösen Biblionauten, den obskuren Puppetisten und der jüngsten Attraktion Buchhaims, dem »Unsichtbaren Theater«. Dabei verirrt sich Mythenmetz immer tiefer im »Labyrinth der Träumenden Bücher«, das geheimnisvoll und unsichtbar die Geschicke Buchhaims zu bestimmen scheint. Bis er schließlich in einen unaufhaltsamen Strudel von Ereignissen gerät, der alle Abenteuer, die er je zu bestehen hatte, in jeder Hinsicht übertrifft."

Sehr gut fande ich wie einfach man wieder in die Welt Zamonien eintauchen konnte, auch als Hildegunst wieder in Buchhaim ankommt kam bei mir irgendwie das Gefühl von "Zuhause" auf. Gefreut habe ich mich auch alt Bekannte Personen und Schauplätze zu sehen, aber auch überrascht wie verändert Buchhaim jetzt doch ist.
Das Buch ist in dem gewohnten "Moers-Stil" geschrieben, den ich persönlich und bestimmt viele andere auch sehr schätze. Dieser schafft wie in allen seiner Bücher (die ich bisher gelesen habe) immer diese ganz besondere Stimmmung in Bücher, kann ich jetzt nicht recht erklären.

So jetzt muss ich aber zu den Negativen Seiten des Buches kommen, weil diese leider überwiegen.
Angefangen hat ja das Buch sehr gut, ich war gespannt und habe erwartungsvoll und ja fast schon euphorisch angefangen zu lesen und nun, diese Euphorie schwand und schwand als ich merkte: da kann doch irgendwas nicht stimmen, nun bist du schon gut bei der Hälfte und es ist noch nicht wirklich etwas weltbewegendes geschehen…
Hab erstmal drüber weggesehen, denn es kann ja sein das sich Moers etwas ganz besonders ausgedacht, leider traf das nicht zu und ich wurde langsam etwas enttäuscht von dem Buch, dessen Handlung nur so „vor sich hin dümpelte“.
Als es dann immer mehr um den „Puppetismus“ ging, dachte ich mir: was hat das jetzt alles mit dem Labyrinth der Träumenden Bücher zu tun??
Spätestens bei der ca. 80 seitigen Beschreibung eines Puppenspiels, das über Mythenmetz erstes Buch geht war ich genervt, wollte schon weiterblättern, habe mich aber dann doch durchgequält.
Das Buch wollte und wollte nicht spannender werden, doch halt… am Ende wird es etwas spannend und da ist das Buch auch schon zu Ende und lässt eine unfertige Geschichte zurück.

Als ich dann den Kommentar von Moers am Ende des Buches las, erklärte das alles.
Was ich nicht wusste: Das Buch war nur eine Einleitung, eine Ouvertüre zu dem eigentlichen Buch das erst noch erscheinen soll.
Moers hatte nämlich Probleme mit dem Termin und hat das ganze Buch wohl nicht zu Ende bekommen und so musste er praktisch eine Teillösung vorlegen, damit sein Verlag etwas hatte. Tja… hätte ich das nur vorher gewusst, dann hätte ich mir „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ nicht als Hardcover gekauft und lieber auf das Taschenbuch gewartet.
Von so einem laut angekündigten Buch hatte ich wirklich mehr erwartet und ja, es ärgert mich, dass nicht gesagt wurde das dieses nur die Einleitung ist.
Da sieht man mal, was für eine Macht die Verlage haben und nur auf das Geld aus sind. Denn jetzt können sie ja für zwei Bücher doppelt so viel Geld einnehmen.
Macht mich schon ein bisschen nachdenklich…

Trotz allem freue ich mich auf die Fortsetzung und hoffe das diese wie gewohnt "moerstastisch" ist.

Ich vergebe dennoch 7 Punkte, obwohl das eindeutig ein "Flop" war. ;)


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