26. Juni 2012

[Rezension] Mitten ins Gesicht

Inhalt:

"Stijn und Carmen sind jung, schön, gesund und leben aus dem Vollen. Bis Carmen schwer krank wird. Stijn tut alles, um ihr beizustehen, doch er fühlt sich völlig überfordert. Obsessiv stürzt er sich in Affären, um die Scheißangst zu betäuben. Aber er weiß, dass ihm nur eins bleibt: der Realität mitten ins Gesicht zu sehen für Carmen."


Dieses Buch hat mich mitgenommen und berührt wie kaum ein anderes zuvor. Ich konnte es auch kaum noch aus der Hand legen, weil es mich so gefesselt hat. Nun gibt es aber leider auch ein paar - in meinen Augen - negative Dinge. Aber erst einmal noch Positives.

Sehr schön waren am Anfang jedes Kapitels die Liedzitate, die meist sehr gut zu den jeweiligen Abschnitten gepasst hatten. Auch die Darstellung der Charaktere fand ich persönlich sehr gelungen, zumindest die Hauptpersonen. Man konnte richtig in die Gefühlswelt von Carmen und Stijn eintauchen, was das Leseerlebnis noch intensiver machte.

Negativ waren für mich die oft vorkommenden Anspielungen auf, ja auf was genau - ich bin mir bis heute nicht ganz sicher. Ich glaube zumindest auf Sport oder Fussball. Auch teilweise Niederländische Begriffe, die kannte ich einfach nicht. Außerdem kamen oft irgendwelche "hippe" englische Wörter vor, die haben mich eher gestört beim Lesen. Was ich interessant fand, waren die Textboxen die öfter im Buch auftauchten. Meist mit Informationen zu Personen oder Orten gefüllt, die Infos zu den Personen hab ich gerne gelesen und die waren für mich auch wichtig weil sonst oft auf Nebenpersonen nicht eingegangen wurde. Aber die Textboxen über die Orte hab ich größtenteils überflogen, die waren für mich eher unwichtig und nur platzraubend. 

Genug Negatives erstmal - doch halt, eine Sache noch: Stijn. Ich konnte mich mit ihm überhaupt nicht anfreunden. Klar es ist für ihn sehr schwer und er hat auch seine Päckchen zu tragen, aber entschudlige so ein Ar***! Ich hab mich oft so aufgeregt, ich wusste manchmal nicht ob er mir leidtuen soll oder ob ich denken soll: "Ha das hast du verdient." Dafür war Carmen wiederrum, absolut sympatisch - was die Tatsache, das sie krank wird, noch viel schlimmer macht.

Eine Sache muss ich aber noch beichten: ich hab so verdammt viel geweint... allgemein hatte ich eigentlich einen Dauer-Klos im Hals als ich das Buch las, aber als es dann auf den Schluss zu ging hab ich durchgehend geweint und war so fertig... es war echt hart.

Fazit:
Echt ein super Buch, das einen gar nicht kalt lassen kann! Wegen der negativen Aspekte und dem leider unsympatischen Stijn ziehe ich zwei Bücherpunkte ab.

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