19. September 2012

[Rezension] Kampf der Druiden


Inhalt:
"Die Legende erzählt, dass an Samhain die Grenze zwischen der menschlichen und der feinstofflichen Welt durchlässig ist... Als Gwen Gordon zur Halloween-Party geht und dem Druiden Conall begegnet, ahnt sie nicht, dass diese Nacht ihr Leben verändern wird. Ihr Verstand weigert sich seiner Geschichte zu glauben, aber tief in ihrem Inneren vertraut sie ihm. Wer ist dieser Mann? Sie beschließt seinem Geheimnis auf die Spur zu kommen und gibt ihren gut bezahlten Job auf, um ihn zu suchen. Die Reise führt sie von England über Irland nach Schottland. Während dieser Zeit findet sie neue Freunde unter den Menschen und anderen mystischen Wesen. Conall O´Neill, einst Druide unter dem Einfluss der Tuatha De Danann, sucht nach einem Verbündeten. Seine Zeit in dieser Welt ist begrenzt und will er den Rest seines Lebens unter den Menschen verbringen, muss er seinen Erzfeind Cennmhar unschädlich machen. Als er Gwen begegnet, spürt er die Seelenverwandtschaft und bittet sie um Hilfe,denn sie umgibt ein Geheimnis, welches es noch zu lüften gilt."


Bei diesem Buch hat man sofort gemerkt das es ein Erstlingswerk ist, denn der Schreibstil war doch etwas holprig und nicht ganz so flüssig. Auch einige Rechtschreibfehler waren im Buch vorhanden. Das war vor allem am Anfang des Buches so. Im Laufe der Geschichte bessert sich das und man kann es dann doch gut lesen und auch in die Geschichte eintauchen. Den einen oder anderen Rechtschreibfehler musste man aber doch noch überlesen. 

Auch die Dialoge waren irgendwie nicht ganz ausgereift, oder auch schlecht übersetzt das kann man jetzt natürlich nicht sagen wenn man die Originalfassung nicht kennt. Die Dialoge klangen immer so förmlich und distanziert, auch zwischen Charakteren die gute Freunde waren oder sich gut kannten. Oft wurde statt dem Wort "das" "dies" benutzt, was den ganzen Satz sehr seltsam wirken lässt. Beispiel: Gwen sagt etwas zu Conall, sehr aufgeregt und hektisch: "Wie kann dies nur möglich sein ?!"
Passt überhaupt nicht, oder?

Die Charaktere waren größtenteils sehr sympatisch, natürlich auch sehr mysteriös und undurchsichtig gestaltet da es ja um die Mythenwelt Irland und Großbritannien geht. Auch eine Weiterentwicklung bei einigen war für mich erkennbar. Aber leider werden die meisten nur oberflächlich beschrieben und man erfährt so gut wie nichts über sie. Auch der Bösewicht in diesem Buch ist einfach nur Böse und hat sonst keinen anderen Charakterzug, da hätte ich mir doch noch etwas mehr Tiefe gewünscht.

Was ich auch nicht so ganz ausgereift fand, war die Beziehung zwischen Gwenn und Connall. Sie war viel zu schnell in ihn verliebt, das kam im Buch gar nicht so rüber. Ich war dann doch schon etwas überrascht und verwirrt und fragte mich: Warum? Es gibt gar keine richtige Basis, die Liebe ist einfach plötzlich da.

Was für mich sehr interessant war: Die Mythenwelt und alles drumherum. Die Autorin hat schon versucht viel in die Geschichte einzuflechten, aber leider hat es da an der Umsetzung gehapert. Es wird zu viel nur kurz angeschnitten, oder auch gar nicht erklärt z.B. einige Begriffe oder Wesen/Personen. Deshalb bleibt dieser Bereich der Geschichte leider für den Leser sehr undurchsichtig.

Einen Punkt gibt es da noch den ich ansprechen will. Und zwar gab es viele Handlungen oder auch Reisen die in meinen Augen völlig unnötig waren oder auch überhaupt nicht klar war wieso etwas gemacht wurde. Der Punkt "Reisen" ist sowieso schwierig, da die Charaktere oft von a nach b wandern und die Handlung so nur unnötig in die Länge gezogen wird.

Fazit:
Ein Buch mit einigen negativen Punkten, das aber dennoch gut zu lesen und auch seine spannenden Seiten hatte. Leider hat es in meinen Augen etwas viel Potenzial verschenkt. Ich vergebe trotzdem 7 Punkte, da es ein Erstlingswerk ist.

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