16. Oktober 2012

[Rezension] Tochter des Nordens

Inhalt:
"Gegen ihren Willen muss Runa ihre norwegische Heimat verlassen und mit ihrem Vater in die Normandie aufbrechen, wo sich dieser Reichtum und eigenes Land erhofft. Als er kurz vor der Ankunft unerwartet stirbt, ist Runa in der Fremde ganz auf sich allein gestellt. Das Schicksal führt sie mit der fränkischen Prinzessin Gisla zusammen, als diese in höchster Gefahr schwebt. Runa gelingt es, Gisla zu retten, und diese bietet ihr einen Pakt an: Wenn Runa sie sicher und unentdeckt zu ihrer Mutter geleiten kann, wird sie in ihre Heimat zurückkehren können. Die beiden wissen nicht, dass verborgene Feinde ihnen beiden derweil nach dem Leben trachten."


Das Buch fängt an, man liest die ersten Zeilen und man ist schon mittendrin im Geschehen! Die Autorin verschwendet keine Zeit mit vielen Erklärungen und Beschreibungen am Anfang wie Runa und ihre Großmutter leben, nein sie lässt gleich erstmal Spannung aufkommen. Das hat für mich ein Vor- und ein Nachteil. Vorteil: es ist sofort spannend! Nachteil: ich finde Beschreibungen der Personen, Umgebung, Lebensweise, Vergangenheit der Person, etc. einfach total interessant und lese das gerne.

Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen unterteilt. Einmal die Ebene die Runa zusammen mit Gisla erlebt, und dann noch eine die etwas später in einem Nonnenkloster stattfindet. Der Teil im Nonnenkloster hebt sich von dem anderen ab, da der Text in kursiv geschrieben ist. Für mich war er auch etwas verwirrend, weil man lange im dunklen tappt und die Handlung und die Charaktere absichtlich etwas geheimnisvoll gemacht wurden. Nichtsdestotrotz hat man ja natürlich seine Vermutungen um wen es da geht. 

Der Teil mit Runa und Gisla war für mich angenehmer zu lesen, dort wechselten sich spannende und ereignisreiche Passagen mit ruhigeren ab. Das fand ich sehr gelungen.

Ich fand es nur sehr Schade das sich die Handlung eigentlich immer wiederholt. Nachdem Runa und Gisla zusammentreffen und sich zusammen durchschlagen passiert eigentlich immer dasselbe. Sie fliehen, werden von ihren Häschern eingeholt und eingefangen/weggesperrt und können wieder fliehen. So geht das ein paar Mal, zwar immer ein bisschen anders aber im Prinzip das Selbe. Auch ging es mir im allgemeinen zu sehr um Gisla, ich fand Runa als Charakter viel interessanter.

Runa ist ein sehr starker, zäher Charakter der für andere Menschen da ist und sich selbst aufopfert. Aber sie ist nicht nur stark, innerlich sieht es anders aus. Man kann richtig mitfühlen wie sie ihre Heimat und ihre Großmutter vermisst.

Gisla ist anfangs ein verwöhntes Mädchen, das noch nie etwas tun musste und alles bekam. Im Laufe der Geschichte lernt sie von Runa zu überleben und mit den einfachsten Dingen zurechtzukommen. Aber obwohl sie eine Wandlung durchmacht ist sie trotzdem noch von Runa abhängig.

Fazit:
Ein schöner Historischer Roman der sich gut lesen lässt. Durch meine Kritikpunkte vergebe ich 8 Punkte mit der Tendenz nach unten.

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