15. Januar 2013

[Rezension] Das Herz des Königs

Inhalt:

"Aus den Epen des Mittelalters kennt man ihn als gehörnten Ehemann im Gefolge von Tristan und Isolde. Viola Alvarez erzählt die Geschichte von Marke, dem legendären König von Cornwall, neu. Befallen von einer unerklärlichen Starre, liegt der König in seiner Burg Tintâgel und wartet auf den Tod. Zu gerne würden die intriganten Höflinge in ihrer Gier nach Macht einen neuen Herrscher bestimmen, doch die Wintersonnenwende verstreicht, ohne dass der König stirbt. Gequält von Erinnerungen - schrecklichen und schönen - lässt Marke sein Leben an sich vorüberziehen: seine harte Kindheit in der Bretagne, seine Zeit als mächtigster Herrscher der Britischen Inseln, seine Zwangheirat mit der naiven Isolde und seine Begegnung mit Brangaene, der großen Liebe seines Lebens, die eines Tages auf mysteriöse Weise verschwindet... "


Bei diesem Buch hatte ich wirklich schwere Kost erwartet das sich schwierig lesen lässt und für das ich viel Zeit brauche, aber ich wurde sehr positiv überrascht! Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil der einen in seinen Bann zieht. Anspruchsvoll ist das Buch ja, aber es lässt sich sehr gut lesen!
Sehr spannungsfördernd war für mich, das die Geschichte zwischen den Zeitebenen springt. Zum einen im "Jetzt" in dem Marke im Krankenbett liegt und sich erinnert und dann im "Damals" spielt die Geschichte in seinen Erinnerungen. Ein Großteil des Buches befindet man sich in Markes ereignisreicher Vergangenheit in der er viel erlebt. Man konnte in den verschiedenen Abschnitten sehr gut seine Entwicklung als Mensch verfolgen, vom Kind bis zum König!

Marke empfand ich als einen sehr angenehmen Charakter, dessem Empfindungen und Gedanken man leicht folgen kann. Allgemein war für mich die Darstellung des Markes in der Form neu und hat mir sehr gefallen! In den Filmen und Geschichte die ich bisher kannte ist Marke immer der Böse - hier wird nun endlich mal der Spieß umgedreht. Auch amüsiert hab ich mich, und zwar über das was Marke über Isolde denkt (teilweise auch wie er handelt) und über die Beziehung zu Tristan. Müsst ihr selbst gelesen haben - herrlich! :)

Ein weiterer Pluspunkt ist die Liebesgeschichte von Marke und seiner großen Liebe Brangaene. Die beiden haben mich sehr gerührt und ich hätte ihnen so viel mehr gegönnt...

Fazit:
Trotz der fiktiven Geschichte, die im Mittelalter spielt ist das Buch unglaublich realistisch und authentisch! Ich vergebe acht Punkte da es sich doch an manchen Stellen etwas zog.

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