25. September 2013

[Rezension] Der Schwur der Jungfrauen

Inhalt:
"Kathrin ist fassungslos. Ein Mädchen aus dem Dorf hat sich das Leben genommen, weil es die Schande nicht ertragen konnte. Der Sohn des reichsten Bauern hatte sie verführt. Alle jungen Frauen verfallen ihm, nur Kathrin lässt sich nicht blenden. Sie schließt einen Pakt mit ihren Freundinnen. Keine von ihnen wird sich je mit Lukas einlassen. Doch einer Intrige wegen muss Kathrin Lukas heiraten. Ihre Gefühle ihm gegenüber schwanken zwischen Hass und Anziehung. Währenddessen nehmen die Ungerechtigkeiten der herrschenden Adligen zu. Kathrin schließt sich Bauern an, die einen Aufstand planen. Als sie sich einem anderen Mann zuwendet und Lukas dies entdeckt, drohen dem Aufstand Verrat und Kathrin der Tod."


Leider lässt einen der Klappentext dieses Buchs mehr erwarten und erhoffen als man letztendlich bekommt. Ich persönlich habe einen super spannenden Historischen Roman erwartet - ein Todesfall, ein gerissener Verführer, Intrigen, Verrat - das klingt doch nach viel Potenzial, oder?
Weit gefehlt! Denn um den dort beschriebenen Todesfall geht es so gut wie gar nicht, er wird nur ein paar mal am Rande erwähnt und ist für die Geschichte nicht weiter relevant.
Von Spannung fehlt größtenteils auch jede Spur, man erlebt eigentlich größtenteils den Alltag der Protagonistin Kathrin, die zu ihrem Leidwesen einen Mann heiraten muss den sie so gar nicht leiden kann.
Die Dialoge und Gedankenmonologe waren für mich sehr gewöhnungsbedürftig, die "bäuerliche" Sprache bzw. Redeweise der Menschen hat mich nach einiger Zeit fast schon genervt. Einige Ausdrücke und Redewendungen wiederholen sich ständig. Apropos wiederholen: Kathrin wiederholt sich in ihren Gedanken ständig wieder mit ihrem Klagen über ihre Situation und ihrem ungeliebten Mann.

Bei den vielen Längen im Buch musste ich mich oftmals geradezu motivieren weiterzulesen, es war einfach kein Spannungsbogen vorhanden, der den Leser gespannt weiterblättern lässt.
Was sehr Schade ist denn die Geschichte an sich und der ganze Hintergrund rund um den Bauernaufstand auf dem die Handlung aufbaut ist sehr interessant, leider verlaufen sich die Geschehnisse im Sand und das Ende ist offen. Mir kam es so vor als hätte ich das Buch umsonst gelesen und ich war am Ende einfach unzufrieden, wie man "sitzengelassen" wird.

Was mir aber super gut gefällt ist das Cover! Es ist schön schlicht und sehr geheimnisvoll, lässt aber wie den Klappentext und auch den Titel ein ganz anderes Buch vermuten. Sehr Schade! :(

Fazit:
Verschenktes Potenzial! Klappentext hält eindeutig nicht was er verspricht! Da das Buch ansonsten solide ist und die Geschichte recht nett und interessant vergebe ich 6 (Trost)Punkte.

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