16. Oktober 2013

[Rezension] Purpurmond

Inhalt:
"Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter­kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht…"

Leider scheine ich eine der wenigen Menschen zu sein denen das Buch nicht so gut gefallen hat... Mit großer Vorfreude - dank der vielen tollen Rezensionen - hab ich mich auf das Buch gestürtzt sobald es als Wanderbuch zu mir kam, aber es konnte seine verheißungsvollen Versprechen nicht gerecht werden.
Meine beiden größten Kritiken an dem Buch sind leider 1. die Charaktere und 2. der Schreibstil.
Zum ersten Punkt muss ich sagen: ich konnte die Protagonistin Cat überhaupt nicht leiden! Sie sollte gleichzeitig witzig, taff und auch liebenswürdig und gefühlvoll rüberkommen, leider kam das bei mir gar nicht an. Nach den ersten Seiten musste ich feststellen das sie unreif, zu laut und aufdringlich, etwas naiv und auch angestrengt cool wirkt. Die coolen Sprüche, welche sie im Lauf der Geschichte sowohl in der heutigen Zeit als auch in der Vergangenheit loslässt, waren sehr gestelzt und wirkten unnatürlich. Ich fand sie auch nicht lustig, im Gegenteil, mich hat es nach einiger Zeit eher genervt.

Auch der Schreibstil konnte bei mir Großteils nicht punkten! Alles wirkte irgendwie gezwungen, es kam mir vor als wollte die Autorin auf Biegen und Brechen ein lockeres, hippes Jugendbuch haben. Die Sätze klingen alle so "gewollt". Außerdem konne ich die Metaphern und Vergleiche irgendwann einfach nicht mehr lesen! Alle paar Sätze zieht die Autorin bzw. Cat in ihren Gedanken irgendeine Situation/eine Tatsache in einen wirklich an den Haaren herbeigezogenen Vergleich! Ich konnte dem so gar nichts abgewinnen.

Sehr gut hingegen hat mir die Handlung im mittelalterlichen Bamberg rund um Dorothea gefallen, sie war wirklich die einzige Person die mir so wirklich sympatisch war und über die ich gerne mehr gelesen hätte. Auch ihr Geliebter Daniel und ihr Bruder Jakob waren nette Persönlichkeiten, doch leider blieben sie mir zu flach. Der Böse Gegenspieler - Richter Förg - war mir zu einseitig, einfach ein Stereotyp der nichts Besonderes an sich hatte.

An sich war die Geschichte und die Idee sehr interessant, nur die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen. Die Handlung war leider sehr vorhersehbar und hat mich nicht wirklich überrascht.
Aber einen großen Pluspunkt habe ich für das Buch, denn das Ende hat mich sehr berührt! Als die Liebesgeschichte zwischen Cat und Jakob ihren Höhepunkt hat und sie ihr ihre Zeit zurückkehren muss... *seufz* sehr traurig und dramatisch, aber schön.

Auf das tolle Cover muss ich ja eigentlich gar nicht hinweisen, es sieht einfach super aus. Schade das der Schutzumschlag nicht dabei war, da hätte ich es live bewundern können.

Fazit:
In meinen Augen eindeutig ein Buch mit verschenktem Potenzial, das mich etwas enttäuscht hat. Ich vergebe 6 Punkte!

1 Kommentar:

  1. Schade dass es dir nicht so gut gefallen hat! Ich kenne es nicht, aber das Cover gefällt mir gut!!!

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