25. November 2013

[Rezension] Der Gott des Todes

Inhalt:
"Azur wird nach seinem Selbstmord als Todesengel wiedergeboren, dazu verdammt für alle Ewigkeit in den Einöden der Unterwelt die Seelen der Menschen einzusammeln. Fast aller Erinnerungen an sein menschliches Dasein beraubt, ist Azur nur noch eines geblieben: Die Sehnsucht nach seiner geliebten Frau. Um zu ihr zurückzukehren, muss er der Unterwelt entkommen und das Geheimnis seines Selbstmords offenbaren. Azur begibt sich auf eine Reise voller Mysterien und Gefahren, die ihn mehr kosten könnte, als nur sein Leben. "


Wie ich schon in diesem Post geschrieben hatte, war ich von der Beschreibung und der Leseprobe des Buches begeistert. Kurz darauf habe ich auch mit dem Lesen begonnen und der Anfang hielt auch was die Leseprobe versprach.

Das Geschehen rund um Azur in der Unterwelt, den Todesengeln und dem Gott des Todes ist etwas düster und morbide, aber auch auf eine Art und Weise lustig die mir sehr zugesagt hat. Die Handlung geht schnell voran und ehe man sich versieht ist Azur seinem Ziel einen Schritt näher!
Dann nahm meine Begeisterung leider etwas ab und Verwirrung meinerseit nahm etwas zu, warum? Ganz einfach, das "Setting" änderte sich plötzlich komplett und man muss sich als Leser erstmal neu orientieren was mir etwas schwer gefallen ist. Deshalb hat es bei mir etwas gedauert bis ich mich wieder richtig eingelesen hatte und mit der neuen Situation warm geworden bin.

Azurs Reise geht weiter, mit mal mehr und mal weniger Spannung, man könnte sagen es war eine kleine Berg- und Talfahrt mit mal kleinen und größeren Tälern. ;) Aber dann steuerte die Handlung auf das große Finale und dem Ende zu und das muss ich ganz deutlich sagen war sehr gelungen! Der "rote Faden" von Anfang der zwischendrin etwas verloren geht wird gegen Ende wieder aufgenommen und wird zum zerreißen gespannt!

Das Ende war überraschend und spannend und lässt den Leser mit einem großen Cliffhanger zurück, natürlich möchte man wissen wie es weitergeht. :)

Zum Thema "roter Faden" muss ich noch sagen, das dieser im Laufe der Geschichte etwas durch andere Geschichten/Schicksale die Azur auf seiner Reise begegenen in den Hintergrund gedrängt wird. Ich persönlich fand das größtenteils überflüssig und hätte mich lieber aufs wesentliche konzentriert.

Allgemein ist der Schreibstil flüssig und auch angenehm zu lesen, obwohl die Wortwahl nicht immer die Beste und es einige Wortwiederholungen gab. Zum Beispiel kam ständig, auch an Satzanfängen, "Dies" statt einfach nur "Das" zu sagen, das klag teilweise schon etwas gestelzt.

Dann gibt es noch einen großen Kritikpunkt den ich persönlich sehr nervig fand, ich weiß nicht wie es anderen Leser/innen ging aber ich hätte Azur schütteln können wenn er ständig von "seiner geliebten Frau" gesprochen hat. Obwohl er doch so gut wie nichts wusste, aber gut das ist nur meine Sicht! ;)

Fazit:
Ein solides Debüt mit ein paar Schwächen und auch ein paar Fehler, über die man jedoch größtenteils hinwegsehen kann da das Buch vom Autor selbstveröffentlicht ist. Ich wurde gut unterhalten, das zählt. Ich vergebe 7 Punkte und hoffe auf einen überzeugenden 2. Teil!

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