4. Juni 2014

[Rezension] Survivor Dogs 01 - Die verlassene Stadt


Inhalt:
"Ein schreckliches Beben verwandelt die Welt in Schutt und Asche. Aber in den Ruinen regt sich etwas: Lucky hat das Inferno überlebt... Lucky ist ein Straßenhund und Einzelgänger mit dem Instinkt zum Überleben. Doch jetzt ist nichts mehr, wie es war. Die Langpfoten sind verschwunden und mit ihnen Nahrung und Sicherheit. Lucky trifft auf eine Gruppe Leinenhunde, wird zum Anführer wider Willen und muss alles infrage stellen, was ihn bisher ausgemacht hat. Sind die Hunde gemeinsam stark genug, sich in der neuen Welt zu behaupten?"


Da ich schon eine Menge gutes über die "Warrior Cats"-Reihe von Erin Hunter gehört habe, bin ich mit großen Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Leider konnte es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden und war auch allgemein irgendwie nicht so wie ich es mir vorgestellt habe!
Natürlich darf man den Aspekt beim Lesen nicht außer Acht lassen, dass man gerade einen Jugendroman in den Händen hält, welches vom Niveau her nun mal einfacher geschrieben ist. Das war auch gar nicht das Problem, damit kann ich sehr gut leben. ;)
Ich hatte leider ein allgemeines Verständnis-Problem, obwohl das Buch einfach geschrieben ist... doch dazu kommen wir gleich.

Die Geschichte wird sehr schön mit einem kleinen Prolog eingeleitet, doch sobald man das erste Kapitel anfängt zu lesen ist man direkt im Geschehen. Im Chaos, in der Verwüstung und dem Überlebenskampf der Hunde. Direkt am Anfang ist es sehr spannend, man fiebert mit Lucky mit und hofft das er alles gut übersteht! Doch bald als es ruhiger wird und der erste Schock vorbei ist geht die Spannung leider verloren. Man hat zwar noch zwischendrin einige Höhepunkte und interessante Passagen, aber die wirkliche Action (welche ich bei diesem Klappentext fast schon das ganze Buch über erwartet habe) kommt erst gegen Ende wieder und lässt den Leser mit einem fiesen, aber auch spannenden Cliff-Hanger zurück!

Der Protagonist Lucky ist so ein Alltagsheld den ich von Anfang an mochte. Er versucht sich so gut es geht durchzuschlagen, ist unheimlich mutig und hat einfach das Herz am rechten Fleck. Auch wenn ich an manchen Stellen seine Denkweise und Entscheidungen nicht ganz verstehen kann - weil er einfach ein großer Sturkopf ist - ist er einfach ein Sympathieträger.
Die anderen "Leinenhunde" sind alle auf ihre Art sehr besonders und haben einen eigenen Charakter. Einige mochte ich lieber als andere, aber da will ich jetzt nicht so ins Detail gehen. Sehr interessant fand ich es die Entwicklung der Leinenhunde zu "wilden" Hunden zu beobachten. Wie sie lernen darüber nachzudenken was einmal war, und dass das nun Geschichte ist, und was einmal sein wird. Jeder Hund stellt fest das er ein Talent, ein besonderes Etwas hat. Eine kurze Zeit lang geht es ihnen gut, es ist idyllisch, man denkt jetzt haben sie es erstmal geschafft... bis sie auf andere Hunde treffen und das Chaos von neuem beginnt...

Soweit so gut, das Buch hat mir ja eigentlich sehr gut gefallen. Aber: ich hatte es teilweise echt schwer den Geschehnissen aus Hundesicht zu folgen. Die Hunde nutzen für einige Dinge der Menschen, unter anderem für die Menschen (Langpfoten) selbst, andere Wörter. Allerdings muss man es ja so sehen, die Menschen haben alle Wörter geschaffen... wieso ist dann ein Fuchs ein Fuchs, aber ein Auto ist ein Lärmkasten? Das hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Und auch was genau bei dem Erdbeben bzw. der Katastrophe und den Folgen nun Geschehen ist, war mir nicht ganz klar. Ich hoffe da wird noch näher drauf eingegangen. Ich spekuliere zwar was passiert sein könnte, aber das sind nun mal nur Spekulationen...

Fazit:
Ein schönes und auch mal etwas anderes Jugenbuch, was mir gut gefallen hat, auch wenn es hier und da noch mehr Spannung hätte mitbringen können. Ich vergebe 8 Punke in der Hoffnung, dass das Geschehen in Band 2 etwas eindeutiger für den Leser beschrieben wird!

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