7. August 2014

[Rezension] Der zugeteilte Rentner


Inhalt:
"„Ich bin ihr zugeteilter Rentner!“
Die Studentin Clara ist völlig verwirrt, als der Rentner Maximilian vor ihrer Tür steht. Er reicht ihr ein paar amtliche Dokumente und behauptet, er sei ihr zugewiesen worden. Der Grund: Mit dem Zusammenbruch der Rentenkasse ist jeder Deutsche unter 40 verpflichtet, einen Rentner aufzunehmen. Dazu kommt noch, dass Maximilian nicht unbedingt ein netter Gast ist, den man gerne in seiner Wohnung hat. Er ist vielmehr ein Querulant aller bester Sorte. Und schon nach wenigen Stunden hat er Claras Leben völlig auf den Kopf gestellt."

Erst einmal Vielen Dank an den omolollo Verlag, der mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!
Leider hatte ich während des Lesens irgendwie Schwierigkeiten mit dem Buch warm zu werden und auch das Rezensieren fiel mir nicht leicht, weswegen es ein wenig gedauert hat...

Irgendwie hab ich mich beim Lesen und mit dem beschriebenen Szenario im Buch unwohl gefühlt. Die ganze Stimmung des Buches war irgendwie ziemlich bedrückend, alles kam einem so grau und traurig vor.
Von der Beschreibung her habe ich schon eine Menge Witz und Humor erwartet, aber dieser war für mich persönlich leider nur sehr selten vorhanden. Ich konnte über viele, scheinbar witzige oder skurrile Situationen, einfach nicht lachen.

Der Autor spricht ein sehr wichtiges Thema an und lässt den Leser eine nicht sehr rosige Zukunft sehen... auch wenn ich es teilweise überspitzt fand kommt es der Realität meiner Meinung nach jetzt schon ziemlich nahe. Wie oft hört man denn zum Beispiel das Menschen ihre Rente nicht reicht, nach dem sie so viele Jahre hart gearbeitet haben? Wie oft sieht man ältere Menschen Pfandflaschen sammeln um sich wenigstens noch ein bisschen dazu verdienen zu können? Das zieht mich schon alles sehr unter und ich persönlich mache mir große Sorgen wie es in sagen wir mal 20 Jahren wohl sein wird...

Leider sammelt das Buch mit seinen Charakteren keine Pluspunkte bei mir, denn ich konnte mich beispielsweise mit der Protagonistin Clara so gar nicht identifizieren, noch konnte ich in vielen Situationen ihr Handeln verstehen. Auch hab ich sie ganz anders wahrgenommen als von Maximilian beispielsweise als nett und gutmütig beschrieben. Ich fand sie einfach unsympatisch und respektlos, auch hat sie meist emotional übereagiert und wurde schnell aggresiv. Allgemein kamen mir die meisten Menschen, die im Buch vorkommen sehr seltsam vor. Sie waren alle so schnell aggresiv und auch egoistisch, ohne Blick für das Leid anderer Menschen und ohne Verständnis.

Das Beste am Buch, neben dem wichtigen "Nachdenk-Aspekt" natürlich, war für mich das Ende. Das hat den Leser nochmal eine Art Lichtblick, einen Hoffnungsschimmer gegeben das doch nicht alles grau und schlecht ist. So konnte man das Buch mit einem einigermaßen guten Gefühl das Buch beenden.

Fazit:
Auch wenn ich das Buch jetzt doch ziemlich kritisiert habe, hat es mir doch irgendwie gefallen. Deshalb war es so schwer für mich eine Rezension zu schreiben. Es lässt sich gut herunter lesen und der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen, aber man selbst als Leser stolpert ständig über Situationen im Buch, die einen sprachlos macht und man sich selbst fragt: "Warum??"
Nach langem hin und her überlegen vergebe ich schließlich 7 Punkte!

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