21. August 2014

[Rezension] Die Liebe ist ein Dämon



Inhalt:
"Die 17-jährige Vicky ist ein Engel, allerdings ohne Flügel, weswegen sie sich unter ihresgleichen immer ein bisschen unvollkommen fühlt. Als ein neuer Junge an ihre Schule kommt, ist sie von seiner sinnlich-dunklen Ausstrahlung, den schlanken Händen und dem kleinen Tattoo am Handgelenk unwiderstehlich angezogen. Und diese Anziehung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Aber dann wird eine Schulfreundin von Vicky, ebenfalls ein Engel, tot aufgefunden – ermordet von einem Dämon. Denn, das erfährt Vicky erst jetzt, die Dämonen sind seit Urzeiten die Todfeinde der Engel, zu erkennen an einem kleinen schwarzen Tattoo am Handgelenk... "


Nach dem Lesen des Klappentextes und auch zu Beginn des Buches war ich noch voller Erwartung und mit der Hoffnung auf ein tolles Buch, aber leider war ich schnell enttäuscht. Die Geschichte ist einfach unglaublich zäh, es passiert so gut wie nichts... man erwartet die ganze Zeit das irgendetwas super tolles spannendes, dramatisches, romantisches oder auch sonst irgendetwas passiert das den Leser vom Hocker haut... aber es passiert einfach nicht.


Die Liebe der beiden Protagonisten kommt meiner Meinung nach überhaupt nicht beim Leser an, man wundert sich nur als plötzlich von der großen, unendlichen Liebe die Rede war... es kam einfach so aus dem Nichts, vom einen zum anderen Moment. Die Protagonistin Vicky war mir leider nicht wirklich sympatisch, sie trifft irrationale Entscheidungen, ist überemotional und es wird ständig geweint. Ständig beschreibt sie wie schön und perfekt und ach wie toll Federico ist... das konnte ich irgendwann nicht mehr lesen. Irgendwie konnte ich mit keinem Charakter wirklich warm werden, viele Charaktere waren mir zu oberflächlich und zu eintönig. Wen ich noch am meisten mochte war Federico, der hatte schon etwas sympatisches an sich.

Ein großer Kritikpunkt ist, das sich die Autorin ständig in blumigen Beschreibungen verliert und philosophiert über die Liebe und Gott und die Welt. Anfangs war es ja noch ganz schön, aber gegen Ende hat es mich nur noch genervt und meinen Lesefluss gestört. Ich wollte stellenweise einfach nur das sie zum Punkt kommt!

Viele Handlungsstränge und auch Personen die in die Geschichte eingeführt werden, verlieren sich einfach und tauchen nicht wieder auf. Mir scheint das die Autorin das Buch nicht 100 Prozent durchdacht hat... zumindest kam mir das Stellenweise so vor. Auch wenn ich es wirklich respektiere was sie als Siebzehnjährige geschrieben hat, hätte ich es selbst - ob jetzt als Autor oder Verlag - nochmals überarbeitet. Als Leser bekommt man leider auch keine - oder nur sehr vereinzelt - Hintergrundinformationen, weder zu Engeln noch zu Dämonen, es wirkt einfach unausgereift.

Fazit:
Insgesamt kann ich sagen: Es war eine nette Idee, aber leider schlecht umgesetzt. Zu wenig Spannung, zu viel Kitsch und Klischees. Ich bin leider sehr enttäuscht und vergebe 4 Punkte.

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