3. Februar 2015

[Rezension] Die Kirschenkönigin


Inhalt:
"1913: Schon mit achtzehn weiß Ruth genau, was sie will. Die Bankierstochter möchte nicht in der Hauptstadt die Grande Dame spielen, sondern Landfrau sein, entgegen allen Konventionen den eigenen Boden bewirtschaften. Sie beginnt, Kirschen zu züchten - mit großem Erfolg. Doch dann ändern sich die Zeiten, die Jüdin Ruth muss sich verstecken. Aber die aufrechte, starke Frau lässt sich nicht beugen..."


Also dieses Buch hat mich erst einmal mit seinem Cover aufmerksam gemacht... irgendwas hat es an sich, das ich es unbedingt lesen musste. Und auch der Klappentext klang sehr vielversprechend, so dass ich einen emotionalen und mitreissenden Roman erwartet habe. Doch nun, nach Beendigung des Buches, ist mein Fazit doch eher ernüchternd... das Buch war so gar nicht wie ich es mir vorgestellt hatte...

Ich hatte schon Anfang etwas Probleme in die Geschichte hineinzufinden, die vielen Namen, dann die seltsame Ausdrucksweise (auch bei Dialogen), die mich ständig stutzig gemacht haben beim Lesen und ich mich ständig gefragt habe: Wer redet oder denkt denn bitte so?!

Es war mir kaum möglich wirklich eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, der Autor hat für mich persönlich eher Distanz als Nähe geschaffen. Ich hatte keinen Charakter in den ich mich wirklich hineinversetzen, mit dem ich mitfühlen und mitfiebern konnte... Es kam vor das wirklich wichtige und geliebte Personen starben, aber ich als Leser fühlte mich nicht betroffen. Auch die Reaktionen der Personen kam eher gleichgültig rüber. Der Autor hat mich, was seine Protagonisten angeht, leider nicht erreichen können.

Das Buch war generell ganz gut zu lesen und auch interessant, vor allem die Schilderungen rund um den Wiederaufbau des Gutes und die Bemühungen von Ruth um den Hof auf Vordermann zu bringen. Aber irgendwann wird das zur Nebensache und die Geschichte plätscherte nur so vor sich hin, ich wusste eigentlich während des Lesens nicht worauf der Autor denn überhaupt hinaus will. Ich habe die ganze Zeit auf das große Ereignis, den Höhepunkt überhaupt gewartet... aber irgendwie kam nichts und das Buch endet einfach so. Vor allem die letzten 100 Seiten waren für mich eine Herausforderung, da musste ich mich selbst schon sehr zum weiterlesen motivieren.

Fazit:
Eigentlich ein schönes Buch, welches sich größtenteils gut Lesen lässt... allerdings konnte es mich emotional nicht erreichen und es war hin und wieder etwas zäh. Deshalb vergebe ich letztendlich 6 Punkte.

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