25. Mai 2015

[Kurzrezension] Wer Liebe verspricht


Inhalt:
"Die atemberaubende Geschichte einer grenzenlosen Liebe Indien 1848: Die 22-jährige Amerikanerin Olivia trifft auf Einladung ihrer Tante in Kalkutta ein. Lady Bridget sucht für ihre Nichte einen Ehemann, doch Olivia sträubt sich verbissen gegen die Heirat mit einem dieser langweiligen englischen Kolonialherren. Sie sehnt sich schmerzlich nach der Freiheit ihrer Heimat. Da begegnet sie Jai Raventhorne, dem illegitimen Sohn eines Engländers und einer Inderin aus ärmlichen Verhältnissen. Jai ist ein Ausgestoßener in der von Vorurteilen bestimmten Welt der britischen Kolonie – und er erobert Olivia im Sturm. Doch Jai kann es nicht zulassen, dass Olivia ihm so nahe kommt, und verlässt sie…"

Dieses Buch konnte mich ab der ersten Seite mit den bildgewaltigen, tolle Beschreibungen in seinen Bann ziehen. Durch ihren wunderbaren, flüssigen Schreibstil lässt Rebecca Ryman den Leser völlig in das Indien der Kolonialzeit eintauchen und alles um sich herum vergessen... Ich konnte mir alles so gut vor Augen führen, als wäre ich selbst dort.


Die Geschichte fängt wirklich stark und fesselnd an, hat dann aber aus meiner Sicht ab ca. 300 Seiten nachgelassen und hatte zwischendurch hin und wieder Längen. Allerdings hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Bedürfnis das Buch nicht weiter lesen zu wollen, die Autorin schafft es trotz hin und wieder auftauchender Langatmigkeit den Leser bei der Stange zu halten.
Natürlich nimmt das Geschehen dann auch wieder an Fahrt auf und erreicht seine Stärke wie zu Anfang.

Leider habe ich noch weitere Kritik, denn zum einen konnte ich Jai als Charakter nicht wirklich leiden... es wird zwar zum Ende hin besser, aber größtenteils hat er mich auf die Palme gebracht und ich konnte Olivias Gefühle für ihn nicht so gut nachvollziehen.
Da kommen wir zum nächsten Punkt, der mich persönlich etwas gestört hat. Und zwar werden Olivias Gefühle und Gedanken für Jai in manchen Passagen sehr schwülstig und übertrieben beschrieben, was ich als sehr anstrengend zu lesen fand.

Fazit:
Eine schöne, dramatische Geschichte mit einigen Hochs und Tiefs, die mir insgesamt doch gut gefallen hat... wer Liebesgeschichten und ein Herz für Indien und seine Kultur hat, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen! Ich drücke noch ein Auge zu und vergebe 8 Punkte. ;)

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