29. Mai 2015

[Rezension] Rise - Die Ankündigung

Inhalt:
"Die siebzehnjährige Freya wächst in dem Glauben auf, alles um sie herum wäre perfekt. Trotz des Krieges, der die Menschen vor mehreren Jahrhunderten gezwungen hat, in großen Silos unter der Erde zu leben, kennt Freya keine Sorgen. Bis zu dem Tag, an dem sie ihre Familie verlassen muss. Eigentlich soll sie nur in eine andere Einheit verlegt werden, doch plötzlich bleibt der Zug inmitten einer Einöde stehen...
Duncan ist ein ganz anderes Leben gewöhnt: Er lebt außerhalb der schützenden Silos und kämpft jeden Tag ums Überleben. Die Siedler unter der Erde hält er für Weichlinge. Doch dann trifft er auf Freya. Er will es zwar nicht zugeben, aber ihr Mut und ihre Tapferkeit beeindrucken ihn. Freya und Duncan sollten einander nie begegnen. Doch als Freya erkennt, dass ihr bisheriges Leben eine Lüge war, stehen sie plötzlich Seite an Seite und kämpfen für die, die sie lieben..."


Von diesem Buch habe ich eine Menge erwartet, die Beschreibung klang nach einer super spannenden Dystopie - und darauf hatte ich echt mal wieder Lust! Auch das Cover gefällt mir super gut, und lässt den Leser eine Menge erwarten.
Der Einstieg in die Geschichte war auch wie erhofft, interessant, düster und spannend. Man bekommt einen ersten Eindruck, wie die Menschen in den Silos leben und merkt auch schon, das irgendetwas faul und nicht alles heile Welt ist. Auch der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es lies sich super schön weglesen.
Doch leider flachte die Spannung, die nur ab und an wieder auftaucht, und meine anfängliche Begeisterung für das Buch bald wieder ab.



Allgemein kann ich sagen: an dem ganzen Buch war mir einfach zu wenig Dystopie! Der Anfang war in der hinsicht super, aber sobald der Zug stehenbleibt und sie draußen Duncan begegnet bleibt mir alles irgendwie zu ungenau und zu schwammig. Die Welt, das System... und die ganzen Hintergründe werden für meinen Geschmack einfach nicht genug beschrieben bzw. nicht ausführlich genug behandelt. Und auch die großen Enthüllungen oder Wendungen haben mir nicht besonders umgehauen, es war einiges vorhersehbar und nicht überraschend. Allerdings fand ich es gut, dass die Geschichte abwechselnd aus Freyas und Duncans Sicht erzählt wurde!

Auch die Charaktere konnten mich nicht so wirklich überzeugen, denn sie bleiben oberflächlich und ihre Beweggründe und Entscheidungen waren für mich nicht nachvollziehbar. Freya war für mich auch eine schwierige Persönlichkeit. Ich fand sie teilweise einfach anstrengend und als viel zu perfekt dargestellt, wie Duncan sie ständig in den Himmel gelobt hat war mir manchmal einfach zu viel...
Duncan mochte ich hingegen schon eher, er war mir grundsätzlich sympatisch... doch leider bleibt er auch zu blass und man weiß über ihn so gut wie nichts, da er in "seinen" Abschnitten meistens über Freya und ihre Situation nachdenkt.
Allerdings hat mir die Entwicklung ihrer Beziehung - die viel zu schnell ging -  und auch dann ihre Beziehung an sich nicht gefallen, die Dialoge kamen mir so gestelzt vor.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich manchmal ein wenig verwirrt war beim Lesen... denn ab und an sagen oder denken sie Dinge, die sie in dieser dystopischen Welt eigentlich nicht wissen konnten, bzw. die ich unpassend fand, diese Elemente einzubauen. Dazu haben mich die Rechtschreibfehler gestört, die öfter auftauchten und sogar Namen wurden verwechselt, das sollte eigentlich nicht passieren! Bei ein paar Fehlerchen drück ich noch ein Auge zu, aber das waren leider ein paar mehr.
Außerdem hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, das es Lücken und auch lose Enden gab, wo etwas angeschnitten und nicht zu Ende gebracht wurde.

Es ist wirklich Schade, dass mich so vieles gestört hat... denn ich wollte das Buch wirklich unbedingt mögen! Ich weiß auch nicht so genau warum, vielleicht weil ich so eine hohe Erwartung von dem Buch hatte.
Die Idee war auch wirklich klasse, aber die Umsetzung hat mich nicht zufrieden gestellt und die Story war für mich rund. Der Gedanke den ich nach dem Lesen hatte war: "Da hätte man mehr draus machen können." :(
Auch den Titel finde ich nicht passend... denn ich weiß jetzt im nachhinein nicht, was "Die Ankündigung" gewesen sein soll?!

Fazit:
Auch wenn ich das Buch unbedingt gut finden wollte, hat es das leider nicht. Wer nach einer spannenden Dystopie sucht, dem würde ich das Buch eher nicht weiterempfehlen... da der Fokus eher auf die Romanze zwischen Freya und Duncan liegt.
Da die Geschichte aber auch seine guten Seiten hatte, vergebe ich noch 6 Punkte - allerdings ist es für mich trotzdem im Vergleich zu anderen Dystopien ein Flop gewesen...

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