25. Juni 2015

[Rezension] Eine Liebe im Krieg


Inhalt:
"Es ist Liebe auf den ersten Blick, als der russische Agent und Wissenschaftler Yuri Safin und die Berliner Widerstandskämpferin Maria Lasser sich begegnen.
Safin hat den Auftrag, den Nazis einen einzigartigen Schatz zu entreißen: das handschriftliche Testament einer untergegangenen Hochkultur, das noch niemand entziffern konnte. Den täglichen Kriegsgefahren und Anschlägen von Gestapo und SD trotzend, entschlüsselt er die faszinierenden Rätsel der „Handschrift von Berlin“. Doch er ahnt nicht, welche tödlichen Ränkespiele er damit entfesselt. Während er und seine junge Geliebte in einen Strudel internationaler Verwicklungen hinabgerissen werden, erscheint ihnen ihre Liebe zueinander wie ein rettender Anker. Aber wird sie stark genug sein, um gegen die Schrecken des Krieges zu bestehen?"


Seit ich das Buch beendet habe, ist schon einige Zeit vergangen... und eine Rezension ist noch immer nicht erschienen. Zum einen, weil ich nicht recht wusste wie ich meine Meinung in Worte fassen soll und zum anderen, weil ich in der letzten Zeit viel unterwegs war. Aber nun ist es endlich so weit! ;)
Der Einstieg in das Buch hat mit grundsätzlich gut gefallen. Die beiden Charaktere werden jeweils vorgestellt, sie erzählen abwechselnd aus ihrer Sichtweise, und auch ihre jeweilige Situation in der sie sich befinden.
Yuri mochte ich gleich, vor allem die Tatsache, dass er sich für seine Arbeit und die Mayas im Allgemeinen so begeistert und enthusiastisch ist, machte ihn in meinen Augen sehr sympathisch. Maria fand ich etwas schwierig, ich konnte ihre Gedanken und ihre Entscheidungen oft nicht wirklich nachvollziehen. Dennoch respektiere ich sie sehr dafür, dass sie so für ihre Vorstellungen und Prinzipien kämpft und auch die daraus entstehenden Folgen einstecken kann.

Die Thematik ist sehr ernst und der Autor schafft es die angespannte und auch niedergeschlagene Stimmung der damaligen Zeit bzw. der Gesellschaft wiederzuspiegeln. Durch Marias Konflikte mit der Regierung und Yuris Auftrag war es anfangs durchaus spannend, doch leider flachte der Spannungsbogen nach ungefähr der Hälfte wieder ab und stieg selten wieder an. Denn allgemein ist für mich zwischendrin zu wenig passiert, das Buch entwickelte leider einige Längen... ich musste mich manchmal wirklich motivieren das Buch wieder in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen.

Ein Grund dafür ist die - im Laufe der Story überhandnehemde - Maya-Thematik, von der ich dachte, dass diese neben der Liebesgeschichte von Yuri und Maria behandelt wird. Zu Anfang empfand ich es noch als interessant und passend, dem Autor gelang es Yuris Arbeit stimmig in die Handlung miteinzubeziehen... doch leider nehmen "die Mayas" irgendwann einfach zu viel Platz ein und verdrängen andere interessante Themen. Auch wird es mir manchmal zu konfus und zu komplex, so dass ich manchmal den Faden verlor oder Passagen nur noch überflog, bei denen es mir zu viel wurde.

Ich muss auch leider sagen, dass die Beziehung der beiden sich viel zu schnell entwickelte. Außerdem fand ich manches was sie gegenüber dem anderen sagten oder taten einfach nur seltsam... es war einfach irgendwie "unnatürlich", es fühlte sich für mich als Leser nicht gut an. Die Liebe kam im Verlauf der Geschichte nicht wikrlich rüber. Auch bleiben beide leider zu oberflächlich, vor allem Maria kam mir bis zum Ende eher unnahbar und kalt vor.

Leider hat mir das Ende auch nicht so gut gefallen, es gab zwar schöne Momente, aber generell empfand ich vieles - vor allem was Maria passiert ist - als unrealistisch und etwas abgehoben.
Was ich aber noch kurz erwähnen möchte ist das Cover! Das gefällt mir total gut und deswegen bin ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden. Aber das nur am Rande. ;)

Fazit:
Das Buch hat leider meine Erwartungen nicht erfüllen können, es ging statt um Liebe - wie es der Titel eigentlich suggeriert - mehr um die Mayas und die Handschrift.
Ich vergebe deshalb 5 Punkte und würde das Buch nur bedingt weiterempfehlen... vielleicht gibt es jemanden den die Mayas und auch der zweite Weltkrieg im allgemeinen brennend interessiert, denn in diesem Buch wird dieser mal von einer etwas anderen Seite beleuchtet.


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