28. Dezember 2015

[Rezension] E.J. und das Drachenmal

Inhalt:
"Merkwürdige Veränderungen an ihrem Körper werfen die16-jährige Emilia Jane, die sich lieber nur E. J. nennen lässt, aus der Bahn. Nachdem sie mit ihrer Familie von Schottland nach Zürich gezogen ist, hat sie sich gerade erst an das gewöhnt, was die Pubertät mit ihr anstellt. Aber ein blauer Ausfluss, wo keiner sein sollte, und Hitzewallungen, die so heiß werden können, dass ihre Bettdecke Brandflecken bekommt, sind ein ganz anderes Kaliber als Pickel und Mitesser. Als sich dann auch noch ein unerklärlicher Ausschlag über ihren ganzen Körper ausbreitet, landet sie in der Quarantänestation der Stadtklinik.
Schon bald stellt E. J. fest, dass sie eine Gezeichnete ist, Trägerin des Drachenmals, das ihr einerseits ungeahnte Fähigkeiten und Kräfte verleiht, aber gleichzeitig einen ihr unbekannten Feind aus den Tiefen einer längst vergessenen Epoche auf den Plan ruft. Das dunkle Etwas, das ihr nach dem Leben trachtet, kommt rasend schnell näher und scheint unbesiegbar zu sein ..."


Zuallererst möchte ich dem Riverfield Verlag danken, da mir dieses Buch von ihm zur Verfügung gestellt wurde!

Das Buch ist mir dank seines tollen Covers sofort aufgefallen. Es ist wirklich auffallend, so dass ich es auch im Laden sofort in die Hand genommen hätte. :)

Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen und erschien auch anfangs vielversprechend. E.J.s Leben und "Probleme" als Teenager werden schön und lebhaft geschildert, so dass man sich selbst in seine eigene Zeit als Teenager zurückversetzt und sich erinnert. Auch als die Veränderungen anfingen konnte ich mit ihr noch mitfühlen und mitfiebern, aber dann gab es einen Punkt an dem alles zu viel wurde und vor allem alles zu schnell ging. Die Handlung und auch die Protagonisten hetzen nur so von einem Punkt zum nächsten.

Die Autorin verliert sich leider oft in sehr detailreichen, jedoch in meinen Augen unwichtigen Schilderungen und gibt anderen, wirklich wichtigen Details in der Geschichte wenig Raum. Auch ist mir aufgefallen, dass manche Handlungsstränge oder Dinge, die als wichtig erachtet werden irgendwann einfach im Sand verlaufen und in der Geschichte nicht mehr behandelt werden. Hier und da hat es mit der Logik auch nicht so ganz geklappt, da merkte man das die Autorin noch wenig Erfahrung hat und es ihr etwas schwer fiel alles "rund" zu halten.

Das größte Problem, dass die Autorin meiner Meinung nach hatte, war wohl das sie einfach zu viel in die Geschichte reinpacken wollte. Ich würde gerne genauer drauf eingehen, aber ich will nicht spoilern. ;)
Ganz grob gesagt ist es so, dass man als Leser erst denkt: "Okay ich weiß um was es geht!" und plötzlich kommen nach und nach Dinge dazu, die nur verwirren und die ganze Geschichte überladen wirken lassen. Es hätte dem Buch besser getan, wenn sie sich auf eher weniger Elemente konzentriert und diese ordentlich ausgearbeitet hätte. (Stichwort: Qualität statt Quantität ;))

Auch mit den Charakteren bin ich leider nicht wirklich glücklich. Anfangs mochte ich E.J. noch, aber ich fand sie schnell etwas nervig und konnte ihre Entscheidungen oft nicht nachvollziehen. Allgemein bleiben mir die Charaktere viel zu blass und oberflächlich. Wenig hilfreich waren da auch die Dialoge, die oft sehr gestelzt rüberkamen.

Fazit:
Die Autorin hatte mit dem Buch wirklich tolle Ideen, leider haperte es an der Umsetzung. Ich wünsche mir, dass sie weiterhin ihre Kreativität behält und auch schreibt... da sie auf jeden Fall Potenzial hat! Leider bin ich von ihrem Debüt enttäuscht worden, aber wer weißt was die Zukunft noch bringt. ;)
Ich vergebe 5 Punkte!

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