21. Januar 2016

[Rezension] Sveta und der Junge aus dem Wald

Inhalt:
"Die sechzehnjährige Sveta lebt mit ihren Eltern in Berlin. Nachdem ihr boshafter Vater bei seinen Dienstherren in Ungnade fällt, wird er zum Vorsteher eines kleinen Örtchens in der abgelegenen Provinz degradiert und muss die Stadt verlassen. Noch am gleichen Abend kommt es zum Zerwürfnis zwischen Svetas Eltern, woraufhin ihr Vater sofort aufbricht und Sveta gegen ihren Willen mitnimmt. Ohne zu wissen, wohin ihre Tochter verschleppt wird, bleibt die Mutter zurück. In ihrer neuen Heimat »Dunkeltann« wird Svetas Leben von Tag zu Tag trister, bis es eines Morgens zu einer Begegnung kommt, die ihr Leben verändern wird ..."


Vielen Dank an Autor Axel Saalbach, der mir sein Buch zur Verfügung gestellt hat!

In dieses Buch hatte ich einen leichten Einstieg, da mir die fiktive Welt bereits durch "Das Haus Komarow" vertraut war. Die Geschichte rund um Sveta spielt sich 15 Jahre vorher ab und bietet eine spannende Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite. Natürlich hat es mich gefreut wieder von einige bekannte Orte und auch Personen zu lesen und auch mit der "späteren" Geschichte zu vergleichen.
Allerdings kann ich mir vorstellen, dass andere Leser die das andere Buch nicht gelesen haben dieser Vorteil fehlen wird und deshalb Schwierigkeiten haben könnten. Denn bei "Sveta" werden die aktuellen Umstände und Details der Welt in der die Geschichte spielt nicht wirklich erklärt, wie es bei "Das Haus Komarow" war, sondern sind einfach gegeben. Aber das war nur mein Eindruck am Rande... ;)

Sveta ist ein wirklich sehr sympathischer Charakter, deren Gefühls- und Gedankenwelt dem Leser gut geschildert und vermittelt wird. Ich persönlich konnte mich sehr leicht in sie hineinversetzen und so die Geschichte intensiver miterlebt. Ganz süß und schön zu lesen fand ich ja die zarte Liebesgeschichte, die der Leser neben den schrecklichen Erlebnissen die Sveta machen muss, noch miterleben darf. Die spielte sich nebenbei ab und hat dem Buch noch eine andere Note gegeben.
Allgemein fand ich es super, dass man die Charaktere nicht hunderprozentig in Gut und Böse einteilen konnte und die Autoren in diesem Aspekt bei einigen Charakteren eine spannende Charakterentwicklung eingesetzt hat.

Es hat mich auch wieder beeindruckt und teilweise sogar erschrocken, wie gut die Grausamkeit und Gleichgültigkeit in der Welt allgemein und auch verstärkt bei einzelnen Personen beschrieben und dargestellt wurden. Da wurde einem bei manchen Stellen echt anders...
Trotzdem - ja es ist an manchen Stellen etwas brutal - finde ich das Buch wegen des einfachen und flüssigen Schreibstils durchaus auch für jugendliche Leser geeignet. Gerade weil es auch um Teenager (und Kinder) geht, die trotz ihres Alters mehr erreichen als man vielleicht vermutet!

Ein Detail ist mir dann noch aufgefallen, welches ich als etwas unglücklich beschrieben fand. In der Geschichte wird immer von der sehr strengen Führung durch die herrschenden Häuser gesprochen. Auf der anderen Seite wird dann auch erwähnt, dass eben jenen Herrschern egal ist was z.B. mit Dunkeltann passiert... passt ja nicht zu der anderen Aussage. Ich hoffe mal das habe ich so richtig gelesen und verstanden, wenn nicht ignoriert bitte meine Kritik... *g*

Fazit:
Wieder ein spannedes Buch aus der Feder von Axel Saalbach, welches in der düsteren Dystopie spielt. Mir hat es gut gefallen und ich hoffe auf weitere Geschichten aus dieser Zukunftsvision! Ich vergebe 8 Punkte.

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