28. April 2016

[Rezension] Die Welt der 4 Jahreszeiten 03 - Wünsche - Träume - Hoffnung

Inhalt:
"Was würdest du tun, wenn deine Alpträume wahr werden und du weißt, dass deine Wünsche nie in Erfüllung gehen? Würdest du weiterkämpfen oder würdest du die Hoffnung auf Glück und ein zufriedenes Leben für immer aufgeben? Fenja versucht es jedem recht zu machen, sie will helfen und sich eingliedern, aber vor allem will sie Sisar endlich die Wahrheit sagen. Nach einem Angriff der Dunkelheit, bei dem Sisar verletzt wird, findet sie endlich den Mut dazu. Doch der König reagiert nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat. Es wird jedem Hinweis nachgegangen, gerätselt und gehofft. Sisar sucht mit allen Mitteln nach einem Ausweg, um Fenjas Tod zu umgehen, doch eines Tages taucht ein alter Bekannter mit einer interessanten Geschichte bei ihnen auf. Was wird er verkünden? Kann er den beiden und der Welt der 4 Jahreszeiten helfen? Die Situation in Balear spitzt sich immer weiter zu. Freunde werden zu Feinden, der Tod lauert hinter jeder Ecke. Wem kann man noch trauen, wer hat die Seiten gewechselt … und warum? Ein schreckliches Erlebnis wirft Fenja völlig aus der Bahn, doch immer an ihrer Seite – Sisar. Die grausamen Wahrheiten, Geheimnisse und Lügen, aber vor allem der Drang zur Dunkelheit schweißen die beiden noch enger zusammen. Kann ihre Liebe allein stark genug sein, um eine ganze Welt zu retten?"


Vielen Dank an erster Stelle an Autorin Melanie Klein für dieses Rezensionsexemplar!

Tja nun ist es schon ein ganze Weile her, seit ich das Buch beendet habe und jetzt erst kommt meine Rezension dazu. Warum? Um ehrlich zu sein habe ich es vor mir her geschoben, da ich diese Rezension gar nicht schreiben will. Denn das Buch hat mir leider nicht gefallen und ich wollte den Abschluss der Triologie von Melanie Klein doch sooo gerne mögen. :(

Falls ihr die Rezensionen zu Teil 1 und zu Teil 2 gelesen habt, wisst ihr ja das ich mit dem zweiten Band so meine Probleme hatte und enttäuscht war, aber dann doch mit der Fortsetzung viel Hoffnung für einen tollen Abschluss der Reihe hatte. Leider war jetzt der dritte Teil für mich ähnlich problematisch wie der Zweite und das finde ich sehr Schade und es ärgert mich auch ein bisschen.
Es tut mir unheimlich Leid, dass ich dieses Buch so kritisiere... aber ich will ehrlich sein.
Neben all der Kritik, die ich an dem Buch habe, dürft ihr natürlich nicht vergessen das die Geschichte für mich auch seine guten Seiten hatte. Es gab auch emotionale, spannende und wie gewohnt kreative Elemente in der Geschichte... doch insgesamt gesehen haben die negativen Dinge in meinen Augen überwogen.

Wie schon in den beiden Bänden zuvor, haben mich die ständigen Vergleiche, die auch oft ziemlich lang und unpassend waren gestört. Oft waren es Vergleiche mit der modernen Welt und auch der Popkultur, die mich daran gehindert haben wirklich gut in die Fantasy-Welt eintauchen zu können. Das macht einfach die Stimmung und den Lesefluss kaputt... vor allem wenn es ständig kommt. Klar, Fenja ist von der Erde und denkt ab und an an ihr altes zu Hause, aber trotzdem hätte man das deutlich kürzen können.
Diese häufig verwendeten Vergleiche, manchmal auch mehrere auf einer Seite, haben mich oft beim Lesen abgelenkt und mich aus der Geschichte heraus gerissen... da ich mit einem Stirnrunzeln da saß. Die Autorin will bildhaft und anschaulich erzählen, schießt aber leider mit dieser Methode weit über das Ziel hinaus.

Dazu wiederum steht die Sprache, die Fenja verwendet, im Wiederspruch. Sie redet oder denkt in normaler, moderner Sprache. aber oft mischt sich dann mittelalterliche Sprache rein wie z.B. wenn sie in ihr "Gemach" geht. Das hat mich irgendwie gestört und ich hätte es besser gefunden, wenn die Autorin sich für eins der beiden entschieden hätte.

Ich fand es auch sehr Schade, dass der Fokus so gut wie immer auf Fenja und ihrer Gedankenwelt gerichtet war. Es passiert so viel in der Welt, aber davon bekommt man als Leser nicht sehr viel mit. Es wird meistens nur erwähnt das irgendwo etwas passiert, aber man ist nie dabei. Wenn man beispielsweise mal aus der Sicht eines Kriegers "live" bei der Schlacht in vorderster Front dabei gewesen wäre, hätte die Geschichte etwas aufgelockert und den nötigen Kick gegeben.
Doch leider dreht sich immer alles um Fenja. Ich fand es etwas anstrengend, da es oft in dem selben Muster ablief. Fenja geht es besser, sie ist motiviert und man als Leser denkt es geht voran mit der Vorbereitung auf den finalen Kampf... dann passiert etwas und Fenja leidet wieder, hat Schmerzen, oder ähnliches und man wird seitenweise mit innerem Monolog konfrontiert und es passiert gefühlt sonst nichts.

Diese beiden Dinge haben auch dazu geführt, dass sich die Geschichte für mich gezogen hat. Es gab einige Längen z.B. in Fenjas inneren Monologen, bei denen ich mich wirklich zu weiterlesen motivieren musste.
Und dann kam (endlich) das Ende, auf das ich trotz allem die ganze Zeit hingefiebert habe. Ich wollte endlich wissen ob Sisar und Fenja es zusammen schaffen. Desto länger ich das Buch las, desto mehr befürchtete ich, was letztendlich eingetreten ist, da nicht mehr viele Seiten übrig waren. Das Ende, und somit das große Finale der Triologie, war viel zu hektisch und verwirrend. Es war einerseits viel zu viel und dann wiederum viel zu wenig... ich weiß nicht wie ich es besser beschreiben kann.

Fazit:
Liebe Melanie, leider konnte mich der Abschluss der Triologie nicht überzeugen... ich hatte nach dem ersten Teil wirklich große Hoffnungen, aber in meinen Augen wurde das Potenzial dieser Reihe nicht ausgenutzt.
Schweren Herzens vergebe ich 5 Punkte und hoffe, das mich andere Werke der Autorin mehr begeistern können!

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