22. März 2017

[Rezension] Chin up, Nina

Inhalt:
"Nina und Sally sind zwei Freundinnen aus Köln. Sie bekommen die einmalige Chance, in einer renommierten Modelagentur zu arbeiten. Voller Elan stürzen sie sich in das neue Leben in der Nachbarstadt. Was als Traumjob beginnt, verwandelt sich flugs in eine körperliche und seelische Tortur, welche die Freundschaft der beiden Models auf eine harte Probe stellt.
Jonas, ein philosophierender Taxifahrer, verliebt sich in Nina. Und weil sie in einer völlig anderen Liga spielt, bringt er nicht den Mut auf, ihr seine Gefühle zu offenbaren. Er fängt an, der Unerreichbaren Liebesgedichte zu schreiben…"


Vielen Dank an Autorin Elli Minz, die mir ihr Buch zur Verfügung gestellt hat!

Da ich ihr erstes Buch "Für immer? Von wegen!" bereits kannte, und mir dieses auch wirklich gut gefallen hatte, war ich natürlich besonders gespannt wie mir das zweite Buch der Autorin gefallen würde. Und ja, irgendwie fällt es mir schwierig eine konkrete Meinung dazu zu bilden... deshalb hat es auch jetzt eine Weile gedauert, bis ich die Rezension veröffentlicht habe. Ich wollte es einfach mal sacken lassen und dann mit Ruhe auf das Buch zurück blicken. Mal sehen ob ich meine Meinung zu dem Buch einigermaßen gut rüber bringen kann!

Ich fange jetzt einfach mal mit meinen beiden größten Kritkpunkten an: 
Zum einen empfand ich die Ausgangssituation bzw. den Plot als etwas unrealistisch! Warum sollte eine Modelagentur für zwei etwas ältere Amateurmodels so einen Aufwand betreiben mit dem anmieten einer Wohnung, etc.? Und sie dann trotzdem ständig hängen lassen bzw. ihnen bei den Jobs das Leben schwer machen? Irgendwie schien mir das Verhalten sehr fragwürdig und letzendlich auch keinen Sinn zu ergeben.
Und dann wäre da als zweiter großer Krtikpunkt noch Ninas "beste Freundin" Sally. Ich hatte bei anderen Rezis schon gelesen, dass sie Sally irgendwann nervig fanden. Leider muss ich da sagen: ich fand sie von Anfang an ziemlich anstrengend und im Laufe der Geschichte wurde sie regelrecht unerträglich! Sie ist neben ihrer nervigen, später auch aggressiven Art gegenüber Nina einfach nur oberflächlich und es dreht sich bei ihr alles um Sex. Das ist auch so ein Punkt bei anderen Charakteren, ständig drehte es sich bei alles und jedem Charakter nur um Sex... Das machte die Nebencharaktere nicht wirklich sympathischer. Denn leider gab es da auch nicht wirklich viele die ich mochte.

Nina war mir grundsätzlich schon sympathisch, hatte aber auch dann hin und wieder solche Anwandlungen, die ich einfach nicht nachvollziehen konnte. In meinen Augen war sie auch sehr naiv und irgendwie blind á la totales Brett vor dem Kopf. Zum Beispiel, dass sie einfach ewig brauchte um herauszufinden von wem der Ring und die Liebesbriefe sind. Gut von wem die Liebesbriefe sind vielleicht nicht gleich sofort, aber grade das mit dem Ring hätte ihr sofort klar sein müssen.

Jonas mochte ich ganz gerne, aber irgendwie war mir sein Charakter etwas zu blass... irgendwie nicht richtig fassbar. Auf der einen Seite war er der unabhängige, coole Typ bzw. wollte das wohl sein und auf der anderen Seite konnte er doch ein ganz schönes Weichei sein. Zumindest in meinen Augen. Ich finde aus ihm hätte man noch etwas mehr rausholen können! Aber generell ist er einfach ein Lieber, dem man nur das Beste wünschen kann.

Generell war die Story auch eher eintönig und ehrlich gesagt wusste ich lange nicht wohin die Autorin mit der Geschichte hin möchte. Sowohl Ninas Modelkarriere und die Geschichte mit Jonas dümpeln lange so nebeneinander her und so richtige Spannungsbögen gab es irgendwie auch nicht. Und als dann das große Finale kam war ich irgendwie auch nicht wirklich begeistert,
Hmm ja so alles in allem bin ich nicht wirklich begeistert... es gab jetzt nicht wirklich was, dass mich total begeistern konnte. Den Großteil des Buches konnte man doch ganz schön weg lesen, da die Autorin einen angenehmen Schreibstil hat und generell weiß wie sie unterhalten kann. Aber in diesem Fall hat mir der gute Schreibstil nicht gereicht, da das Meiste für mich einfach nicht gepasst hat.

Fazit:
Das Buch hatte für mich schon einen gewissen Unterhaltungswert, aber leider überschatten die Kritikpunkte alles Positive. Das zweite Buch von Elli Minz war leider ein Flop für mich in diesem Jahr. Hoffenltich kann mich ihr nächstes Buch mehr begeistern! Ich vergebe 5 Punkte.

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